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Die Grundlage von MatrAIx bilden rund 8,3 Milliarden virtuelle Personenprofile. Jedes Profil kann anhand von bis zu 1'290 Merkmalen beschrieben werden – darunter demografischer Hintergrund, Fähigkeiten, Interessen, Verhaltensweisen und psychologische Eigenschaften.
Die Profile sind dabei keine exakten digitalen Kopien realer Menschen. Sie werden aus statistischen Abhängigkeiten und verschiedenen Datenquellen abgeleitet. Ein speziell entwickeltes Modell soll verhindern, dass dabei unlogische Kombinationen von Eigenschaften entstehen.
MatrAIx kann die virtuellen Nutzer in vier unterschiedlichen Umgebungen einsetzen: bei Umfragen, in Gesprächen mit Chatbots, auf Webseiten sowie innerhalb von Anwendungen. Unternehmen und Forschungsteams könnten damit beispielsweise neue Bedienoberflächen, Preisstrategien oder KI-Assistenten testen, bevor sie echte Nutzer einbeziehen.
Nach Angaben der Forschenden umfasst die Plattform mehr als 1'000 Aufgaben aus über 25 Bereichen, darunter Handel, Software, Finanzen und Gesundheitswesen. In insgesamt 18'189 Testläufen wurde untersucht, wie zuverlässig sich die Agenten an ihre vorgegebenen Profile halten. Bei einer kontrollierten Auswertung von 400 Versuchen lag die Übereinstimmung bei 91,5 Prozent.
Die Ergebnisse zeigen das Potenzial virtueller Nutzerstudien, ersetzen klassische Marktforschung jedoch nicht vollständig. Simulationen können bestehende Datenverzerrungen übernehmen und menschliches Verhalten nur näherungsweise abbilden. MatrAIx eignet sich deshalb vor allem als ergänzendes Werkzeug für frühe Produkttests und vergleichende Analysen.
Bei der vorgestellten Forschungsarbeit handelt es sich derzeit um einen veröffentlichten Preprint. Öffentlich verfügbar ist zudem eine ausgewählte Sammlung von rund einer Million Profilen.
Autor: Christian Funke · Agents
